Unter der Bezeichnung EASY (Electric Autonomous Shuttle for You) wurde z.B. ein solches Pilotprojekt bereits mit wechselnden lokalen Partnern vom RMV im Verbundgebiet gestartet. Es wurde getestet, wie sich autonome Fahrzeuge unter welchen Umständen in den öffentlichen Nahverkehr eingliedern lassen. So haben rund 25.000 Fahrgäste in der ersten Hälfte 2020 die autonomen Minibusse am Frankfurter Mainkai genutzt. Nach einer dieses Projekt begleitenden Umfrage der Frankfurter University of Applied Sciences berichten 93 Prozent der Nutzer, dass sie sich während der Fahrt sehr sicher gefühlt haben. 94 Prozent würden sogar ohne den in der Testphase anwesenden Begleiter mitfahren. Weitere Projekte laufen und der RMV spricht bislang von guten Erfahrungen.

Der Einsatz von Minibussen, die sich ohne Fahrer im öffentlichen Verkehr bewegen, werden in Tests quer durch Deutschland erprobt, die allesamt die grundsätzliche Machbarkeit belegen, und zwar sowohl in größeren Städten als auch in ländlicheren Gegenden und kleineren Orten. Warum sollte ein solches Angebot nicht auch in Idstein ausprobiert oder sogar installiert werden?

„Deshalb schlägt die Idsteiner CDU vor, ein solches Projekt auch in Idstein anzugehen und auszuprobieren“, sagt Peter Zimmer, Vorstandsmitglied und Kandidat der CDU Idstein. Unter Nutzung verschiedener Fördermöglichkeiten ließe sich so ein weiterer Baustein zur Sicherung der Mobilitätsangebote installieren. „Dies würde gut zu dem für Innovation stehenden Wissenschaftsstandort Idstein mit seiner Hochschule passen“, ergänzt Peter Niere, Verkehrsfachmann und Kandidat der CDU. „Als Einsatzmöglichkeit bietet sich die Verbindung zwischen Wörsdorf und Idstein für eine Teststrecke an. Insbesondere die Anbindung kleinerer Ortsteile, die heute nur schwer in den ÖPNV integriert werden können, wäre auf diesem Weg vorstellbar. Ein Gesetzesvorhaben zum autonomen Fahren der Bundesregierung soll noch in 2021 in Kraft treten und die notwendigen rechtlichen Grundlagen zum Betrieb autonomer Fahrzeuge schaffen.

Mathias Nippgen-van Dijk, CDU-Chef in Idstein, sagt dazu: „Die Stärkung der Attraktivität des ÖPNV ist unverzichtbar, will man Spielräume für klimaschonende Stadtentwicklung schaffen. Der Einsatz von EASY könnte ein guter Schritt sein und deshalb sollte die technische Umsetzbarkeit in Idstein untersucht werden. Autonom fahrender ÖPNV senkt den Personal- und den damit verbundenen Zuschussbedarf und steigert somit die Wirtschaftlichkeit. Dies ist gerade für ländliche Regionen und das dortige Passagieraufkommen interessant. Wenn der Gesetzgeber hierzu einen Steilpass spielt, sollte man diesen aufnehmen.“

Autor: Peter Niere und Peter Zimmer

« Radweg im Wörsdorfer Tunnel wird gebaut Die Osterhasen der Idsteiner CDU dürfen erneut nicht zum Einsatz »