Themen des Abends: Feuerwehrstandort Wörsdorf sichern, für mehr Lärmschutz arbeiten, Anforderungsprofil für Wörsdorf an das Idsteiner Stadtentwicklungskonzept

Die Vorsitzende der Wörsdorfer CDU, Svenja C. Milster, begrüßte beim diesjährigen „Wörsdorfer Bürgerdialog“ am 13.9.2019 rund 60 Gäste, darunter Idsteins Bürgermeister Christian Herfurth und zahlreiche Vertreter aus den benachbarten Stadtteilen. In einem Grußwort des Landrats des Rheingau-Taunus Kreises, das sein Stellvertreter Dr. Herbert Koch überbrachte, betonte der Chef der Kreisverwaltung sein lebhaftes Interesse an einer guten Entwicklung der Gemeinden im Rheingau-Taunus Kreis. Hierbei die Bürger bei der Ideenfindung, der Planung, Gestaltung und Umsetzung frühzeitig einzubinden, sei eine wichtige Basis für eine hohe Akzeptanz. Der Wörsdorfer Bürgerdialog sei mit dem angebotenen Format beispielhaft.
Moderiert vom kommissarischen Vorsitzenden der Idsteiner CDU, Mathias Nippgen-van Dijk, gab zunächst die Wörsdorfer CDU einen Überblick über ihre Arbeit in der laufenden Wahlperiode, die in ihre zweite Halbzeit gegangen ist. Schwerpunkte waren die Arbeit für mehr aktiven Lärmschutz an der A 3, was nur insoweit zu einem Erfolg führte, als die Messpunkte in Wörsdorf von vorher einem Standort auf vier im Dorfgebiet erweitert wurden. Wörsdorf erreicht allerdings derzeit nicht die Lärm-Grenzwert gem. Lärmschutzverordnung. Erreicht wurde die für 2024 angekündigte Realisierung der überfälligen Sanierung und Erweiterung der Wörsdorfer Bahnüberführung durch eine Gemeinschaftsleistung aller Idsteiner Kräfte. Magistrat, Stadtverordnetenversammlung und der Wörsdorfer Ortsbeirat zogen hier an einem Strang und konnten Bahn AG und das Land Hessen über deren Notwendigkeit überzeugen, flankiert von Initiativen der Wörsdorfer CDU bei den Verkehrsverbänden in Hessen und der IHK Wiesbaden, die alle das Vorhaben unterstützt haben. Weiter wurden die erfolgreichen Bestrebungen der Wörsdorfer CDU für eine Flexibilisierung der Friedhofssatzung für Wörsdorf erörtert. In der sehr lebhaften Diskussion standen die Lärmbelastungen durch die Autobahn sowie vielfach als zu hoch empfundenen Geschwindigkeiten auf Wörsdorfs Straßen im Vordergrund, verbunden mit Forderungen aus der Bürgerschaft nach weiteren Maßnahmen zur deren Begrenzung und Kontrolle.
Dass der Standort der freiwilligen Feuerwehr in Wörsdorf aufgrund der heutigen technischen und betrieblichen Anforderungen an einen optimalen Feuerwehrbetrieb in den letzten Jahren fragwürdig geworden ist, wird seit geraumer Zeit öffentlich diskutiert und hat zu einer Anfrage im Ortsbeirat geführt. Bürgermeister Christian Herfurth bekannte sich in seinem Statement zu einem langfristig gesicherten Feuerwehrstandort in Wörsdorf, jetzt müsse alle Kraft darauf gelegt werden, einen geeigneten und bezahlbaren Standort zu finden, der einen optimalen Betrieb sichern könne. Daran arbeite der Magistrat der Stadt Idstein mit Nachdruck. Svenja Milster, Vorsitzende der CDU Wörsdorf betonte, dass eine freiwillige Feuerwehr nicht nur der Sicherheit diene, sondern auch Kristallisationspunkt für ein aktives und solidarisches Gemeindeleben und damit Zusammenhalt zwischen Jung und Alt darstelle, deshalb werde auch die Wörsdorfer CDU alles ihr Mögliche für eine funktionsgerechte freiwillige Feuerwehr beitragen.
Im dritten Teil des diesjährigen Wörsdorfer Bürgerdialogs stellte der stv. Vorsitzende der CDU Wörsdorf Peter Niere die Eckpunkte vor, die für Wörsdorf im Rahmen des zurzeit in Arbeit befindlichen Stadtentwicklungskonzept aus ihrer Sicht erfüllt werden müssten. So müsse für die gesamte Bauleitplanung gelten, dass eine Stabilisierung und ein maßvolles Wachsen von Bevölkerung und Gewerbe ermöglicht werden müsse. Dazu bräuchte es keine größeren neuen Baugebiete, wohl aber eine Arrondierung vorhandener Flächen durch Verdichtung, weiterer Randbebauung sowie eine Evaluierung der aktuellen fast dreißig Jahre alten Wörsdorfer Bausatzung, die an die heutigen Anforderungen angepasst werden sollte. Deshalb könne aus CDU Sicht die Vorgabe aus dem Regionalplan Südhessen, der für Wörsdorf keinerlei zusätzliche Wohn- und Gewerbeentwicklung vorsehe, nicht akzeptiert werden. Weitere Vorschläge werden sich mit Möglichkeiten zur Reduzierung des Durchgangsverkehrs befassen, rund 13000 KFZ täglich seien zu viel. So würde ein zusätzlicher Autobahnanschluss zwischen Bad Camberg und Idstein mit direktem Anschluss an die künftige „neue“ B 8 einen nennenswerten Beitrag leisten durch Herausziehen der Durchgangsverkehre aus Wörsdorf wie aus anderen Gemeinden des Goldenen Grundes. Ergänzend werden für Wörsdorf innerörtliche Lösungen vorgeschlagen, wie z.B. eine geänderte Zufahrt zum P&R Platz am Bahnhof, ergänzende ÖPNV-Angebote. Die CDU Wörsdorf ist sehr interessiert an Rückmeldungen aus der Bürgerschaft an diesen und weiteren in dieser Veranstaltung vorgestellten Ideen. Eine Zusammenfassung der beiden Vorträge kann bei Bedarf unter den bekannten Kontaktadressen zur Verfügung gestellt werden.

Autor: Peter Niere

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